Personal Note #1 – Wenn es nicht fließt

Isabella
Ist es nicht so, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist? Sobald er sich an etwas gewöhnt hat, kommt er damit schon irgendwie klar. Seien es schwere Lebensumstände oder körperliche Schmerzen. Irgendwie geht das schon. Aber es gibt auch diesen Effekt, wenn sich der Mensch an mehr Komfort und Bequemlichkeit angepasst hat, es schwierig wird wieder eine Ebene runter zu steigen.
Das heißt, eine bottum-um Umstellung der Gewohnheit oder Umstände geht superschnell und einfach, top-down leider nicht.
An diesem Problem sitze ich gerade. Ich war mitten im Semester knapp einen Monat auf Reisen. Und jetzt habe ich mich an den Luxus jeden Tag zu tun worauf man Lust hat so gewöhnt, dass ich keinen Alltagsrythmus mehr finde. Für das Lernen auf die Prüfungen kann ich mich nicht konzentrieren, weniger noch auf eine Arbeit ohne direktes Feedback wie für meine neue Arbeit. Die find ich klasse, Herausforderung und Erfahrungseinbringung zugleich. Dennoch fällt es mir schwer mich zwischen Lernen und freiem Arbeiten einzufinden und produktiv zu sein. Das Laisser-faire ist grade sehr reizvoll und ich beziehe sehr viel Energie daraus.
Oder hab ich vielleicht einfach dieses Fernweh wovon so viele sprechen?
Dieses ich muss hier raus, komm ich nicht mehr klar, brauche Backpacker und Hangloose um mich jeden Tag.
Aber das ist nicht was ich für mein Leben will. Ich würde gerne ortsunabhängig arbeiten und da sein wo ich grade will, gleichzeitig aber in einer Arbeit aufblühen und erfüllt sein.
Wow schreiben tut unheimlich gut, meine Gedanken als Wörter auf den Display fließen lassen, wie wenn man den Kopf aufklappt und mit einem Kindle mitlesen würde, was dort so abgeht. Und Himmel, da ist viel los. Heute vor allem!
Aber ich habe heute auch etwas wichtiges gelernt:

Wasser.

Ich brauche mehr Wasser um mich. Es beruhigt mich, bringt meine Gedanken in den richtigen Fluss. Man könnte fast sagen, dass einen Flussverlauf zu verfolgen für mich den Effekt hat, den ein Flussbett für den Fluss hat. Das Beobachten des Flusses lenkt meine Gedanken in geordnete Bahnen und lässt die Überschwemmung wieder einen Bach werden. Es fühlt sich super an und ich kann gar nicht glauben, dass es das ist was ich so lange gesucht hab.

Wasser.

Es ist schön Gedanken zu verfolgen, sie einfach ziehen zu lassen, wie die Wassertropfen im Fluss. Man sieht sie nicht einzeln, aber sie sind da und fließen ineinander und zusammen an dir vorbei.

Herrlich.

Ist das so weil ich ein Feuerzeichen bin? Und Feuer wird durch Wasser beruhigt, aber doch eigentlich gelöscht? Wird mein Feuer gelöscht, das so lodert, weil ich es nicht mehr unter Kontrolle bringen kann? Ja doch. So fühlt es sich an. Es ist nur nicht so , dass es nicht wieder kommt, sondern ein immerwährendes Feuer ist, das nur manchmal aus den Fugen gerät und Chaos anrichtet.
Chaos im Kopf. Konfetti im Kopf.
Wie in ein bunter schillernder Regen an Konfetti an einem warmen Sommertag. So fühlt es sich jetzt an. Warm. Sanft. Ruhig.
Brauchst du auch Wasser?
About
Isabella ist die Seele hinter Hippie Hippie Yeah. Ihre Herzensmission ist es dir Anregungen und Inspiration zu geben, die dich deiner eigenen Natur näherbringen. Sie findet, dass Bergschuhe und ein eiskalter Munich Mule hervorragend zusammen passen und steht auf Baummeditationen und gute WG-Partys. Denn das Leben ist zu kurz, um nicht rauszugehen, yeah!

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